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Mit einem schwungvollen Konzert zum zweiten Advent begeisterte die Siegerländer Bergknappenkapelle Niederschelden unter der Leitung von Reinhold Sedláček am Sonntagabend in der voll besetzten Aula des Gymnasiums Auf der Morgenröthe.

 

Nach Grußworten von Vorsitzendem Werner Schönau und Siegens Bürgermeister Steffen Mues eröffneten die Bergknappen die Veranstaltung mit dem zackig dargebotenen Militärmarsch Nr. 1 op. 51 von Franz Schubert und ließen im Anschluss Auszüge aus Richard Wagners Opern „Tannhäuser“, „Götterdämmerung“, „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ folgen. Überzeugend erinnerten die Ausführenden im Anschluss beim Vortrag des von Julius Fučik komponierten Konzertmarschs „Einzug der Gladiatoren mit schnellen Tempi und charakteristischen Klängen“ ebenso an Artisten und glitzerndes Zirkusleben wie bei dem nachfolgenden, temperamentvoll und souverän intonierten Titel „Manegenzauber“, wobei hier Soloposaunist Christopher Hebgen in seiner Rolle als Zirkusdirektor glänzte.

Nach der Pause präsentierte das Jugendorchester der Bergknappen unter der Leitung von Jessica Diehl den „Steigermarsch“, erfreute vor allem die jüngeren Konzertbesucher mit dem hervorragend interpretierten Titel „Rolling In The Deep“ und erzählte recht eindrucksvoll die Geschichte vom musikalischen Rentier. Die anschließend mit großer Konzentration gespielte Filmmusik von den berüchtigten Piraten der Karibik fand ebenso faszinierte Zuhörer wie das klassische Weihnachtslied „The Christmas Song“ und der elegant und flott servierte Welthit „Viva la Vida“.

Den dritten Konzertteil eröffneten die Bergknappen und das Jugendorchester unter der Gesamtleitung von Reinhold Sedláček mit dem spannungsreichen „In 80 Tagen um die Welt“. Dann erklang der ausgesprochen populäre Welthit „The Power Of Love“. Auf der Morgenröthe gelang Bergknappen und Jugendorchester beim Spielen dieses Titels eine großartige Vorstellung, an der Saxophonsolistin Viktoria Böhm mit ihrem souveränen Auftritt großen Anteil hatte.

Manfred Schneider schuf mit „Latin America“ eine Suite in drei Sätzen, die es in sich hat und mit der musikalischen Beschreibung der mexikanischen Stadt „Acapulco“ beginnt. Danach geht es weiter nach Peru und São Paulo. Die dort lebenden Menschen feiern einmal im Jahr das „Fest des Condors“, auf dem sich fetzige Samba-Rhythmen mit einem Beguine-Tempo abwechseln. Auch davon erzählte das gut aufgelegte sinfonische Blasorchester. Mit dem im Anschluss rassig servierten „Tokajer Marsch“ beschrieben die Ausführenden die ungarische Stadt Tokaj in farbenfrohen Bildern, bevor sie sich mit dem Potpourri „Frohe Weihnachten“ und dem Marsch „Gruß an Sumava“ nach einem mit viel Beifall bedachten Konzert verabschiedeten. Durch das Programm führte Jürgen Schneider.